Im Sonntaz-Streit vom 27./28. Juli geht’s um: Sollen Geschlossene Heime abgeschafft werden?
Vielleicht ist die Frage falsch gestellt. Wie wäre es stattdessen, wenn wir uns nicht auf die äußere Form (geschlossene Türen) konzentrieren würden, sondern die Inhalte ändern würden: Wenn die Heime ein Ort voller Respekt und Wertschätzung wären? Wenn Kinder und Jugendliche dort liebevollen Beistand und Unterstützung erfahren würden; wenn im Mittelpunkt der Pädagogik der Glaube an die Träume der Betroffenen stehen würde und das Vertrauen in ihre tiefen, vielleicht noch versteckten Fähigkeiten, diese Träume zu verwirklichen …
Vielleicht bräuchte es dann immer noch die Türen, aber dann um sich vor dem Ansturm zu schützen, weil Kinder und Jugendliche in Lebenskrisen dort Zuflucht suchen möchten.
Mit einer „Jugendhilfe-Einrichtung“, aus der Jugendliche fliehen wollen, anstatt dort Zuflucht zu suchen, scheint grundlegend etwas nicht zu stimmen.
Ich finde so eine Einrichtung verdient nicht einmal den Namen „Heim“.